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Eligius, Schutzpatron von Tierärzten und Hufschmieden

Berichtet wird, dass Eligius' schwangere Mutter Torrigia im Traum einen Adler sah, der dreimal rief, um ihr etwas zu verkünden. Sie wagte zunächst nicht, jemanden nach der Deutung zu befragen; doch als sie nach der Geburt des Sohnes gefährdet erschien, wurde ein heiliger Mann gerufen, um für sie zu beten; er prophezeite ihr, der Sohn werde heilig und groß in der Kirche.

Der Knabe wurde im Goldschmiedehandwerk ausgebildet und Münzmeister am königlichen Hof. Er soll für den Merowingerkönig Chlotar II. einen goldenen Kopf und einen goldenen Sessel, für dessen Sohn und Nachfolger Dagobert I. mehrere Reliquienschreine angefertigt haben. Die Überlieferung berichtet seine Wundertat, wonach er aus dem für einen Thronsessel bestimmten Gold die doppelte Menge machte und zwei Sessel fertigte, um den Erlös Armen zu geben.

Nach Dagoberts Tod 639 verließ Eligius den Hof, wurde Priester und übernahm noch 639 das Amt des Bischofs von Tours, ab 641 das Bischofsamt in Noyon, von wo er sich um die Missionsarbeit in Flandern verdient machte. Das ihm vom König geschenkte Hofgut bei Limoges baute er als Kloster aus, beschenkte Arme aufs freigiebigste, ließ Sklaven freikaufen und weitere Klöster erbauen.

Von seinen zahlreichen Wundertaten ist eine besonders häufig berichtet: Er schnitt einem störrischen Pferd, das er beschlagen sollte, das Bein ab, befestigte das Hufeisen auf dem Amboss und setzte das Bein wieder an.

Er starb am 1. Dezember 660 in Noyon an der Oise.

Gedenktag: 1. Dezember

Tafelgemälde, vertikal durch schwarze Linien dreigeteilt. Links: Hl. Antonius Eremita, mitte: Wunder des hl. Eligius, rechts: Hl. Sebastian. 1495; Öltempera auf Holz; 104 cm x 136.7 cm. Aus der Augustinerkirche in Zürich. Schweizerisches Nationalmuseum, Zürich.