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AKEVA Arbeitsgruppe für Klinische und Experimentelle Veterinäranästhesie

Die Chirurgische Tierklinik als Einrichtung der veterinärmedizinischen Fakultät existiert in ihrer jetzigen Form bereits seit 1924. Während der bis dato vergangenen Zeit hat die Veterinärmedizin eine enorme Entwicklung vollzogen.
Eines der wichtigsten Fachgebiete der Chirurgie ist die Anästhesie. Ob im Sinne der Schmerzreduktion, der Beruhigung oder der Immobilisation von Tieren jeder Art, ohne die Anästhesie ist eine chirurgische Therapie meist nicht möglich. Sowohl im klinischen Bereich, als auch in der tierexperimentellen Forschung der Humanmedizin sind Kenntnisse über anatomische und physiologische Besonderheiten der einzelnen Tierarten gefragt.
Die Arbeitsgruppe für Klinische und Experimentelle Veterinäranästhesie beschäftigt sich mit anästhesiologischen Fragestellungen, die sowohl für die Veterinär- als auch die Humanmedizin von Bedeutung sind:

  • Entwicklung und Optimierung von Narkoseprotokollen
  • tierartspezifische Reaktionen auf bedeutende Anästhetika
  • Einsatz humanmedizinischer Überwachungsmethoden in der Tiermedizin

Mitglieder der AKEVA
Prof. Dr. Walter Brehm
Direktor der Chirurgischen Tierklinik der Universität Leipzig, Fachtierarzt für Pferde und Pferdechirurgie, Diplomate of the European College of Veterinary Surgeons

Prof. Dr. Michaele Alef
Anästhesistin der Klinik für Kleintiere, Universität Leipzig, Fachtierärztin für Anästhesiologie und Chirurgie, Diplomate of the European College of Veterinary Anaesthesia

Dr. Jean-Claude Ionita
Anästhesist der Chirurgischen Tierklinik, Universität Leipzig, Verantwortung für Lehre und Weiterbildung

Dr. Andreas Reske
Anästhesist am Universitätklinikum Leipzig, Facharzt für Anästhesiologie

Dr. Ingmar Kiefer
Klinik für Kleintiere, Universität Leipzig, Fachtierarzt für Radiologie und Kleintiere

TÄ Manja Koziol
Doktorandin der Chirurgischen Tierklinik, Universität Leipzig
Aktuelle Forschungsarbeiten: Computertomographische Darstellung der Entstehung von ARDS (Acute Respiratory Distress Syndrome) infolge Applikation des Alpha2-Agonisten Xylazin beim Schaf : Beweis der Wiederholbarkeit und Vergleich zweier Dosierungen Die Ruhigstellung von Schafen ist in der kurativen Praxis häufig nötig, um schmerzhafte, aber notwendige Untersuchungen am erkrankten Tier durch zu führen. Alpha2-Agonisten sind aufgrund ihrer guten sedativen und analgetischen Eigenschaften eine für diese Tierart häufig angewandte Stoffgruppe. Aufgrund von Erfahrungsberichten aus der tierärztlichen Praxis und einiger wissenschaftlicher Arbeiten der internationalen Literatur ist bekannt, dass durch die Applikation von Alpha2-Agonisten bei dieser Tierart ein Lungenödem verursacht werden kann. Darüber hinaus ist das Schaf ein wichtiges Tiermodell, welches auch in der humanmedizinischen Lungenforschung häufig zum Einsatz kommt. Das hier vorgestellte Versuchsvorhaben soll die Abhängigkeit des Ausmaßes des Lungenödems von der Dosierung der Alpha2-Agonisten sowie dessen Wiederholbarkeit beweisen. Die Computertomographie ist dabei zur detaillierten Darstellung des Lungengewebes die bildgebende Diagnostik der Wahl. Diese Arbeit stellt eine erweiterte wissenschaftliche Grundlage dar, auf der folgende Forschungsarbeit basieren soll. Neue Erkenntnisse können unnötiges Leiden der Tiere infolge zu hoher Dosierung verhindern. Fehlerhafte Interpretationen von Forschungsergebnissen in der humanen Pulmologie können vermieden werden.